Ratgeber / SELECTED VINTAGE GUITARS

Westone: japanische Gitarren und Bässe — Thunder, Spectrum und Prestige

Westone verband in den 1980er-Jahren eigenständige Formen mit vielseitiger Elektronik. Zeitgenössische Kataloge und ein damaliger Test liefern den Kontext.

Westone Spectrum ST
Westone Spectrum ST · Eggybird — CC BY 2.0 · Lizenz

Japanische Gitarren der 1980er: eigene Ideen

Japanischer Gitarrenbau beschränkt sich nicht auf Fender- und Gibson-inspirierte Instrumente. Westones Unterlagen von 1984 zeigen Thunder, Spectrum, Concord, Raider und Prestige, darunter Gitarren und Bässe. Für uns ist diese Vielfalt unterschiedlicher Konzepte besonders interessant.

Westone — katalog i materiały z 1984 roku ↗

Thunder: eine Gitarren- und Bassfamilie

Der als 1985 archivierte Katalog nennt für die Thunder-I-Gitarre einen geschraubten Hals, 22 Bünde und 24¾ Zoll Mensur; der Bass hat 20 Bünde und 34 Zoll. I-A-Versionen ergänzen aufwendigere Klangregelung und Schaltungen.

Westone — oryginalny katalog, archiwum Vintage Japan Guitars ↗

Prestige im Test von 1984

Paul Colbert testete Prestige 117 und 227 im Oktober 1984 für One Two Testing. Er lobte Verarbeitung, Spielkomfort und Sustain, kritisierte aber Stimmprobleme beim Tremolo des 227 und ungleichmäßig arbeitende Tonregler. Das ist eine Spielerperspektive statt Werbung.

Paul Colbert — One Two Testing, październik / October 1984 ↗

Zur Quelle: Der Test betrifft zwei konkrete Gitarren, nicht sämtliche erhaltenen Westone-Instrumente.

Westone als Instrument zum Spielen

Eine gut vorbereitete Westone lohnt unserer Einschätzung nach den Vergleich mit vertrauten modernen Standardserien. Hals, Bünde, Hardware und funktionierende Elektronik sind entscheidend. Bei einem Tremolo muss das gesamte System eingestellt sein. Umfangreiche Schaltungen sind dann ein Vorteil, wenn sie zum Musiker passen.